Im Rahmen Ihrer Arbeit mit (älteren) Menschen – egal ob mit Einzelnen oder Gruppen – ist Ihre Grundhaltung für den Lernerfolg der Teilnehmenden entscheidend.
Verstehen Sie sich nicht als Vortragende oder Vortragender, sondern als Begleitung auf einem Weg. Entdecken Sie zusammen mit den Teilnehmenden die digitale Welt und ermutigen Sie sie, eigene Lösungswege zu entwickeln. Ihre Rolle ist es, Orientierung zu geben und beim Ausprobieren zu unterstützen.
Jeder Mensch lernt anders. Begleiten Sie die Teilnehmenden daher individuell und begegnen Sie ihnen respektvoll auf Augenhöhe. Diese partnerschaftliche Haltung ist deutlich wirkungsvoller, als sich als unfehlbare Expertin oder unfehlbarer Experte zu präsentieren. Wahrscheinlich verfügen Sie über mehr Erfahrung mit Smartphone oder Tablet als die Teilnehmenden – das ist hilfreich. Dennoch müssen auch Sie nicht alles wissen. Gehen Sie offen mit eigenen Wissensgrenzen um; genau darin kann eine wertvolle Lernerfahrung für alle liegen.
Reines Faktenwissen steht heute nahezu unbegrenzt zur Verfügung. Entscheidend ist vielmehr, wie Lernprozesse gestaltet werden, damit sie nachhaltig wirken. Im Mittelpunkt stehen die Lernenden selbst: Inhalte und Aufgaben sollten sich an ihren Interessen, Fragen und Bedürfnissen orientieren.
Eine zeitgemäße Lernhaltung zeichnet sich unter anderem aus durch:
- Offenheit gegenüber unterschiedlichen Sichtweisen
- ein positives Bild vom Menschen
- respektvolle Begegnung auf Augenhöhe
- Wertschätzung
- die Rolle der Lehrenden als Gastgeberin oder Gastgeber, die passende Lerngelegenheiten schaffen
- die Förderung von Selbstverantwortung bei den Lernenden
[vgl. Dülfer, Wilfried; Sobieroj, Waldemar; Eichborn, Uta; Walenciak, Petra; Hinterthür, Christine; Radzimski-Coltzau, Jenny, entstanden im Rahmen der Werkstatt schulentwicklung.digital 2018/19 des Forum Bildung Digitalisierung e. V.: Haltung von Lehrenden. (zuletzt 02.03.2026)]
Auch wenn diese Aspekte ursprünglich aus dem schulischen Kontext stammen, lassen sie sich sehr gut auf die Arbeit mit anderen Zielgruppen übertragen.
Verzichten Sie daher auf ein starres Programm. Gestalten Sie die Inhalte flexibel und richten Sie sie an den Bedürfnissen der jeweiligen Gruppe aus. Beziehen Sie die Teilnehmenden aktiv ein, ermutigen Sie sie, eigene Fragen zu formulieren, und begleiten Sie sie dabei, selbstständig Lösungswege zu erproben.


