In vielen Bildungskontexten, ganz gleich ob in Kita, Schule, außerschulischem Lernort oder in der Erwachsenenbildung, liegt oft keine 1:1-Geräteausstattung vor – es nehmen also mehr Menschen an dem Angebot teil, als Geräte vorhanden sind. In vielen Fällen ist eine solche Ausstattung auch gar nicht erforderlich, da Medienbildung oft auch ganz ohne oder mit wenig Technikeinsatz auskommt. Doch in einigen Situationen ist es gut, hilfreich und bereichernd, an Geräten aktiv zu werden. Je nach spezieller Aufgabenstellung können dies Smartphones, Tablets oder Computer sein.
Hier finden Sie fünf allgemeine Hilfestellungen, wie Sie die Arbeit mit Ihrer Lerngruppe organisieren können, wenn viele Menschen auf wenige Geräte treffen. So können Sie – falls nötig – die Einheiten, die wir Ihnen in diesem Fachportal zur Verfügung stellen, individuell anpassen.
1. Arbeit in Kleingruppen organisieren
Teilen Sie die Lerngruppe in kleine Teams (z. B. 2–4 Personen) ein, die gemeinsam an einem Gerät arbeiten. Innerhalb der Gruppe können unterschiedliche Rollen vergeben werden, etwa bedienen, beobachten, dokumentieren, die Zeit im Blick behalten. Dadurch werden alle aktiv einbezogen und die Zusammenarbeit wird gefördert.
2. Rollenwechsel einplanen
Sorgen Sie dafür, dass die Rollen innerhalb der Gruppe regelmäßig wechseln. So bekommt jede Person die Gelegenheit, selbst am Gerät zu arbeiten und unterschiedliche Perspektiven einzunehmen.
3. Klare Arbeitsaufträge formulieren
Formulieren Sie die Aufgaben so, dass die Zusammenarbeit am Gerät notwendig ist und jede Person einen Beitrag leisten kann. Klare Arbeitsaufträge helfen, Wartezeiten und Unsicherheiten zu vermeiden.
4. Stationenarbeit nutzen
Richten Sie mehrere Lernstationen ein, von denen nur einige ein Gerät erfordern. Dadurch reduziert sich der gleichzeitige Gerätebedarf. Andere Stationen können vorbereitende, vertiefende oder reflektierende Aufgaben enthalten (z. B. Planung, Diskussion, Materialanalyse). Die Gruppen rotieren nach einer bestimmten Zeit von Station zu Station.
5. Zeitstruktur transparent machen
Nutzen Sie sichtbare Zeitfenster (z. B. Timer), damit Einzelne oder Gruppen wissen, wie lange sie ein Gerät nutzen können. Das schafft Verbindlichkeit und erleichtert den Wechsel innerhalb oder zwischen Gruppen bzw. Stationen.
Diese Ansätze helfen dabei, aktive Medienarbeit auch mit begrenzter technischer Ausstattung sinnvoll zu gestalten und gleichzeitig Kooperation, Reflexion und Beteiligung aller Lernenden zu fördern.


