Sicherheit und Datenschutz

Lernziel:
Die Teilnehmenden erfahren, was private Daten sind, wo und wie sie diese bei der Nutzung digitaler Anwendungen bedenkenlos angeben können und wann Vorsicht geboten ist.
Geeignet für: Ältere Menschen

Im Folgenden finden Sie den Ablaufplan für die gewählte 90-Minuten-Einheit. Details können Sie über die Dreiecke ein- und ausblenden.
An einigen Stellen können Sie aus mehreren inhaltlichen bzw. methodischen Varianten wählen, um den Ablauf bestmöglich auf Ihre Lerngruppe anzupassen.
Für meine Einheit mit den gewählten Varianten
Ablaufplan für die Basis-Einheit „Sicherheit und Datenschutz”
Einstieg: Wer darf’s wissen?
Dauer: 15 Minuten
Bereiten Sie vorab drei kleine Tische vor – oder unterteilen Sie einen großen Tisch mit Seilen/Krepp-Klebeband in drei Bereiche – und legen Sie darauf jeweils eines der drei Schilder „Das dürfen alle wissen“, „Das dürfen nur enge Freunde oder Familie wissen“ und „Das darf niemand außer mir wissen“ (s. Material-Download).
Begrüßen Sie die Teilnehmenden. Geben Sie die zu sortierenden Karten (s. Material-Download) aus und bitten Sie die Teilnehmenden, gemeinsam zu entscheiden, wo die jeweilige Angabe abzulegen ist.
Besprechen Sie anschließend die Einordnung. Weisen Sie darauf hin, dass es im echten Leben zwischen ganz öffentlich und ganz privat viele Abstufungen gibt, auch wenn eben nur drei Kategorien abgebildet waren. Ebenso können für verschiedene Menschen unterschiedliche Informationen besonders schützenswert sein – das ist in Ordnung.
Wir empfehlen als Orientierungsrahmen: Alles, was jemand gegen Sie verwenden könnte – etwa für Betrug, Identitätsmissbrauch oder Einbruch – sollte nicht öffentlich geteilt werden (einige konkrete Beispiele: Wohnadresse, Geburtsdatum, Kontodaten, Ausweis-Nummern, Informationen über Familienmitglieder).
Besprechen Sie auch den „Puzzle-Effekt“: Machen Sie deutlich, dass aus den einzelnen preisgegebenen Daten ein umfassenderes Gesamtbild entstehen kann, das zu viel über eine Person verrät.
Schilder und Karten, ausgedruckt und zugeschnitten (s. Material-Download)
drei kleine Tische, alternativ Seile/Krepp-Klebeband
Was sind private Daten und warum werden diese abgefragt
Dauer: 15 Minuten
Vermitteln Sie folgende Aspekte wahlweise im freien Gespräch oder unterstützt durch die Präsentation (s. Material-Download) – je nach Gruppengröße, Kontext und Teilnehmenden:
Was sind private Daten?
- Persönliche Informationen über Sie
- Beispiele:
- Name
- Adresse
- Geburtsdatum
- Telefonnummer
- E-Mail-Adresse
- Bank- oder Kreditkartendaten
- Fotos oder Videos
- Standortdaten (wo Sie sich gerade befinden)
- Interessen und Gewohnheiten (z. B. welche Internetseiten Sie besuchen)
Warum fragen Anwendungen nach solchen Daten?
- Um ein Benutzerkonto einzurichten
- z. B. Name und E-Mail-Adresse für die Anmeldung
- Damit ein Dienst funktionieren kann
- z. B. Adresse für eine Lieferung im Online-Shop
- Für Sicherheit
- z. B. E-Mail-Adresse oder Telefonnummer für Bestätigungen
- Zur Personalisierung
- z. B. Vorschläge für Filme, Produkte oder Nachrichten
- Für Werbung
- Firmen können Werbung gezielter anzeigen, wenn sie etwas über Ihre Interessen wissen
Viele dieser Verwendungszwecke sind absolut legitim und die Verwendung der Daten sogar notwendig. Es ist also nicht per se schlecht, private Daten anzugeben. Wichtig ist, darauf zu achten, wem Sie Zugang zu welchen Daten geben.
Im Alltag haben wir oft keine Lust, AGBs zu lesen und stimmen einfach zu, um eine App oder einen Dienst nutzen zu können. Das ist verständlich. In der Folge bedeutet das aber oftmals, dass Sie der Nutzung Ihrer Daten zugestimmt haben – allerdings ohne konkret zu wissen welcher.
Warum kann es gefährlich sein, wenn Ihre Daten in die falschen Hände geraten oder öffentlich einsehbar sind?
- Identitätsdiebstahl – Kriminelle könnten Ihre Daten nutzen, um in Ihrem Namen Konten zu eröffnen oder Betrug zu begehen.
- Phishing & Betrug – Betrügerinnen und Betrüger könnten gezielt Angriffe starten, um Sie zu täuschen und an weitere sensible Daten zu gelangen.
- Verkauf der Daten – Ihre Daten könnten ohne Ihr Wissen verkauft oder für unerwünschte Werbezwecke genutzt werden.
- Belästigung – Persönliche Informationen könnten missbraucht werden, um Sie zu belästigen.
(vgl. https://www.handysektor.de/artikel/darum-solltest-du-im-internet-nicht-alles-preisgeben, zuletzt 05.03.2026)
„Bezahlen mit Daten“
Viele digitale Dienste wirken kostenlos, zum Beispiel:
- soziale Netzwerke
- kostenlose Apps
- Online-Spiele
- Nachrichten- oder Wetter-Apps
In Wirklichkeit bezahlen Nutzerinnen und Nutzer oft mit ihren Daten.
Das bedeutet:
- Die Anwendung sammelt Informationen über Ihr Verhalten
- z. B. welche Beiträge Sie anklicken oder wie lange Sie etwas ansehen
- Diese Daten helfen Unternehmen dabei, Werbung sehr genau auf Sie zuzuschneiden
- Dadurch verdienen die Anbieter Geld mit Werbung oder der Auswertung von Daten
Man kann also sagen:
👉 Wenn ein Online-Dienst nichts kostet, sind häufig Ihre Daten ein Teil der Bezahlung. Wägen Sie jeweils ab, ob es Ihnen das wert ist.
Wichtige Tipps
- Geben Sie nur die Daten an, die wirklich nötig sind.
- Überlegen Sie, ob eine App oder eine Person diese Informationen wirklich braucht.
- Kostenlose Angebote sind nicht immer wirklich „gratis“.
Vertiefungsoption
Abschlussrunde
Dauer: 10 Minuten
Klären Sie offene Fragen, kündigen Sie das nächste Treffen an und verabschieden Sie sich.
Für meine Einheit mit den gewählten Varianten
Anregungen zur Vertiefung oder Weiterarbeit
Sofern Sie als Vertiefungsoption Variante A gewählt haben, könnten Sie in der Folgeeinheit Variante B und/oder C durchführen
Ergänzen können Sie dies durch Zeit für Austausch und individuelle Beratung bzw. gegenseitige Unterstützung der Teilnehmenden – so entsteht eine weitere Einheit in identischem zeitlichen Umfang.



