Basis

Empfehlenswerte Apps

Empfehlenswerte Apps

Lernziel:

Die Teilnehmenden erhalten einen Überblick über Apps, die im Alltag älterer Menschen hilfreich sein können. Sie erproben die Handhabung und Einschätzung von Berechtigungen entsprechend ihres Vorwissens.

Geeignet für: Ältere Menschen

Über den Download hinaus benötigtes oder vorzubereitendes Material (für meine geplante Einheit):
    KMK-Kompetenzbereiche der Strategie „Bildung in der digitalen Welt":
    4. Schützen und sicher Agieren
    4.2. Persönliche Daten und Privatsphäre schützen
    5. Problemlösen und Handeln
    5.4. Digitale Werkzeuge und Medien zum Lernen, Arbeiten und Problemlösen nutzen

    Im Folgenden finden Sie den Ablaufplan für die gewählte 90-Minuten-Einheit. Details können Sie über die Dreiecke ein- und ausblenden.

    An einigen Stellen können Sie aus mehreren inhaltlichen bzw. methodischen Varianten wählen, um den Ablauf bestmöglich auf Ihre Lerngruppe anzupassen.

    Für meine Einheit mit den gewählten Varianten

    Ablaufplan für die Basis-Einheit „Empfehlenswerte Apps"

    Themeneinstieg: Apps

    Dauer: 15 Minuten

    Begrüßen Sie die Gruppe und kommen Sie ins Gespräch. Folgende Fragen eignen sich dazu. In den eckigen Klammern finden Sie eine kurze Hilfestellung für eine Erklärung durch Sie, falls die Teilnehmenden das Wissen nicht selbst einbringen. Die Antworten geben Ihnen wertvolle Hinweise auf die passgenaue weitere Gestaltung der Einheit.

    • Was ist überhaupt eine App?
      [Eine App ist ein Programm auf Ihrem Smartphone oder Tablet, mit dem Sie bestimmte Dinge machen können – zum Beispiel Nachrichten lesen, Fotos anschauen oder mit Ihrer Familie schreiben. Oft gibt es für jede dieser Funktionen eine eigene App.]

    • Wozu sind Apps gut?
      [Apps sind dafür da, Ihnen den Alltag zu erleichtern. Der Vorteil von Apps im Vergleich zu Internetseiten ist: Sie sind schneller zu öffnen (mit nur einem Fingertipp), oft übersichtlicher gestaltet – besonders auf kleinen Bildschirmen wie dem Smartphone – und meist einfacher zu bedienen.]

    • Warum gibt es jetzt – gefühlt – für alles eine App?
      [Viele Menschen nutzen ihr Smartphone täglich. Deshalb möchten Firmen und Organisationen dort „direkt erreichbar“ sein. Eine App ist wie ein fester Platz auf Ihrem Gerät – man tippt einmal darauf und ist sofort beim gewünschten Angebot. Firmen nutzen dies auch, um Kunden zu binden, weil die Nutzung der App das Angebot präsenter und leichter erreichbar macht. Zudem ist es so für die Firmen leichter, das Nutzungsverhalten auszuwerten.]

    • Warum kosten manche Apps Geld und andere nicht?
      [Eine App zu entwickeln und zu pflegen kostet Zeit, Fachwissen und Geld. Die Menschen, die sie programmieren, möchten dafür bezahlt werden. Deshalb verlangen manche Anbieter einen Kaufpreis für ihre App. Andere Apps sind kostenlos, weil sie ihr Geld anders verdienen, zum Beispiel:

      • durch Werbung in der App,
      • durch kostenpflichtige Zusatzfunktionen,
      • weil die App zu einem Unternehmen gehört, das über andere Wege Geld einnimmt (z. B. durch Verkäufe oder Dienstleistungen) oder
      • weil die App von einer öffentlich-rechtlichen oder gemeinnützigen Institution finanziert wird.

      „Kostenlos“ heißt also nicht, dass es nichts kostet – nur dass Sie nicht direkt dafür bezahlen.]

    • Welche Apps nutzen Sie bereits und welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?

    Hilfreiche Apps kennenlernen

    Dauer: 20 Minuten

    Zur Darstellung der Apps steht Ihnen eine vorbereitete Präsentation (s. Material-Download) zur Verfügung. Falls Sie in der Einzelberatung oder mit sehr kleinen Gruppen ohne Projektion oder größeren Bildschirm arbeiten, können Sie die Seiten der Präsentation auch ausdrucken. In der Präsentation werden folgende App-Themenfelder vorgestellt (jeweils mit einigen beispielhaften Apps):

    • vorinstallierte Apps (Android/Apple)
    • Messenger-Apps
    • E-Mail
    • Informations-/Nachrichten-Apps/ePaper-Apps…
    • …und Mediatheken
    • ÖPNV und Navigation
    • App-Vielfalt
      • Gesundheits-Apps
      • Online-Banking
      • Online-Shopping
      • Rabatt-Coupon-Apps
      • Spiele, die im Alter „Sport“ fürs Gehirn sein und geistig fit halten können
      • Kreativ-Apps (Fotobearbeitung und Co)

    Vertiefungsoption je nach Vorwissen

    Dauer: 45 Minuten

    Gewählte Variante

    Phase 1 (ca. 10 Minuten):

    Stellen Sie – wahlweise anhand der ausgedruckten Symbol-Karten oder der Folie der Präsentation (beides s. Material-Download) – Symbole vor, die in vielen Apps vorkommen und eine Orientierung und Bedienung ermöglichen. Zeigen Sie jeweils ein Symbol. Sammeln Sie Ideen, wofür dieses steht und klären Sie die Teilnehmenden ggf. darüber auf. Hängen Sie die Symbole dann für alle gut sichtbar auf. Machen Sie deutlich, dass nicht alle Symbole in allen Apps zu finden sind.

    Symbole auf den Karten (bzw. auf der Folie der Präsentation):

    • Burger-Menü für „Inhaltsverzeichnis“
    • 3 Punkte übereinander für „weitere Auswahlmöglichkeiten“
    • Pfeile für „vor“/„zurück“
    • X für „schließen“ oder „Eingabe löschen“
    • Lupe für „suchen“
    • Zahnrad für „Einstellungen“
    • Person für „Profil“/„Benutzerkonto“

    Phase 2 (ca. 20 Minuten):

    Geben Sie nun das Arbeitsblatt „Vorinstallierte Apps erkunden“ (s. Material-Download) aus. Die Bearbeitung kann allein oder in Partnerarbeit erfolgen. Aufgabe der Teilnehmenden ist es nun, einige vorinstallierte Apps zu öffnen und in diesen nach den kennengelernten Symbolen zu suchen, um die Varianz der Darstellungen und Funktionen je App zu erleben und damit ein tieferes Verständnis zur übergeordneten Orientierung in Apps zu erhalten. Das Arbeitsblatt ermöglicht es den Teilnehmenden, im eigenen Tempo vorzugehen. Begleiten Sie die Erprobungsphase individuell.

    Phase 3 (ca. 15 Minuten):

    Stellen Sie nun den App-Store (bei Android: „Google Play“) vor, um den Teilnehmenden Berührungsängste zu nehmen. Zeigen Sie die Schritte, die zum Installieren einer neuen App notwendig sind – im Idealfall verbinden Sie dafür Ihr Gerät mit dem Beamer oder großen Bildschirm, sodass gut sichtbar ist, was Sie tun. Geben Sie Teilnehmenden, die dies ausprobieren wollen, die Chance, eine neue App (z. B. aus der Vielzahl der zu Beginn vorgestellten Apps) zu installieren. Verweisen Sie Teilnehmende, die sich noch sehr unsicher fühlen, auf die App „Starthilfe – digital dabei“, da sie dort in einer sicheren Lernumgebung die Themen vertiefen und einüben können.

    Material:

    optional: Symbol-Karten, ausgedruckt (s. Material-Download)

    Arbeitsblatt, ausgedruckt je Person (s. Material-Download)

    Phase 1 (ca. 10 Minuten):

    Erfragen Sie, welche Kategorien von Apps (basierend auf der vorangegangenen Vorstellung) die Teilnehmenden besonders interessieren. Stellen Sie für die genannten Kategorien konkrete Apps (unterstützt durch die Präsentation – s. Material-Download) vor.

    Phase 2 (ca. 20 Minuten):

    Unterstützen Sie die Teilnehmenden dabei, je eine der vorstellten Apps zu installieren und diese auszuprobieren. Begleiten Sie dies individuell. Kommen Sie zum Ende der Erprobungsphase mit allen Teilnehmenden zusammen und laden Sie sie dazu ein, erste Eindrücke der ausprobierten Apps zu teilen.

    Phase 3 (ca. 15 Minuten):

    Kommen Sie anschließend kurz ins Gespräch zum Thema „Seriöse Apps erkennen“ – in den eckigen Klammern finden Sie eine kurze Hilfestellung für eine Erklärung durch Sie, falls die Teilnehmenden das Wissen nicht selbst einbringen:

    • Woran erkennt man eine seriöse App?
      [Eine seriöse App erkennt man an ein paar einfachen Merkmalen:
      • Bekannter Anbieter: Die App stammt von einer bekannten Firma, Bank, Zeitung oder Organisation, die Sie vielleicht schon kennen.
      • Viele gute Bewertungen: Andere Nutzer geben überwiegend positive Rückmeldungen.
      • Klare Beschreibung: Es wird verständlich erklärt, was die App macht und wer dahintersteckt.
      • Wenig aufdringliche Werbung: Seriöse Apps „drängen“ Sie nicht ständig zu Käufen.
      • Nur zur Funktion der App sinnvolle Berechtigungen werden abgefragt: Wenn eine Taschenlampen-App plötzlich Zugriff auf Ihre Kontakte möchte, ist das ein Warnzeichen.]
    • Sind kostenlose Apps immer gut und kostenpflichtige Apps immer „Abzocke“?
      [Nein, keinesfalls. Apps zu erstellen ist sehr aufwendig, daher ist es nachvollziehbar, dass Apps Geld kosten. Kostenlose Apps sind daher keinesfalls automatisch gut (manche verdienen ihr Geld mit Werbung oder Ihren Daten), und kostenpflichtige Apps sind nicht automatisch Abzocke (oft bezahlt man einfach für Qualität und Service). Verweisen Sie dabei auch auf die Inhalte vom Anfang: „Kostenlos“ heißt nicht, dass es nichts kostet – nur dass Sie nicht direkt dafür bezahlen.]

    Leiten Sie dann als Abschluss dieser Phase über zum Quiz „Welche Berechtigungen sind sinnvoll“, welches Ihnen als Präsentation zur Verfügung steht (s. Material-Download).

    Abschlussrunde

    Dauer: 10 Minuten

    Klären Sie offene Fragen, kündigen Sie das nächste Treffen an und verabschieden Sie sich.

    Für meine Einheit mit den gewählten Varianten

    Über den Download hinaus benötigtes oder vorzubereitendes Material (für meine geplante Einheit):

      Anregungen zur Vertiefung oder Weiterarbeit

      Lieblings-Apps vorstellen

      Laden Sie die Teilnehmenden ein, beim nächsten Treffen selbst eine App vorzustellen, die sie besondern gern nutzen.

      Sofern Sie als Vertiefungsoption Variante A gewählt haben, könnten Sie in der Folgeeinheit Variante B durchführen

      Ergänzen können Sie dies durch Zeit für Austausch und individuelle Beratung bzw. gegenseitige Unterstützung der Teilnehmenden – so entsteht eine weitere Einheit mit identischem zeitlichen Umfang.